Restposten – begehrte Handelsware

Bücher sind immernoch ein begehrter Zeitvertreib und bedingt durch den gebundenen Preis in Deutschland nicht unbedingt ein Ziel für Schnäppchenjäger. Doch es gibt ja auch noch die bereits vom Verlag ausgemusterten Artikel des Modernen Antiquariats. Hier betreibt der Autor mit Partnern zusammen eine Handelsplattform und wundert sich mal wieder über die Branche.

Im Jahre 2005 wurde eine neue Handelsplattform eingeführt für Restposten im Buchhandel. Bester Punkt daran: sie ist nahezu kostenlos.

Screenshot Buchkontor

Buchhandlungen, die gern von Verlagen Restauflagen aufkaufen wollen, registrieren sich auf der Plattform und erhalten die Angebote direkt per Mail oder können auf der Website danach suchen. Unabhängig von der Nutzung fallen hierfür keine Gebühren kann, weder zur Ansicht, für die Mitgliedschaft oder als Käuferprovision – die Buchhandlung bekommt direkten Kontakt mit dem anbietenden Verlag und kann mit diesem den Handel ohne weitere Gebühren für den Zwischenhändler abschließen

Die Verlage als Anbieter hingegen zahlen auch nur eine Gebühr für das Einstellen des Artikels, unabhängig von der Stückzahl, dem Verkaufspreis oder Zustand. Der Preis liegt dabei maximal bei einem Euro zzgl. MWSt. pro ISBN und Monat – eine geschaltete Direktwerbung für einen Artikel somit für unter 15 Euro im Jahr, wo bekommt man dies sonst?

Käufer gibt es genug – nun müssen die Anbieter nachziehen

Und dennoch, so hat es sich erwiesen, ist dies anscheinend zuviel. In der Probezeit für die Plattform reißen die Registrierungen nicht ab – von Seiten der Buchhandlungen. Markt für die Abnahme ist somit mehr als reichlich da. Auf der Seite der Verlage jedoch ist bisher mehr Schweigen anzusiedeln, der Aufwand für das Einstellen der Artikel ist zu groß. Nun geht die Plattform in die zweite Runde und bietet neben einem testweisen kostenlosen Einstellen der Artikel sogar einen kostenlosen Import von Artikeldaten an – schon interessant wie man einige Branchen dazu bringen muß, überhaupt ihre Produkte anbieten zu wollen, selbst wenn die Kunden sie haben wollen …

Für interessierte (und autorisierte) Händler und Verlage findet man die Plattform direkt unter Buchkontor.com:

Buchkontor

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