DMOZ
Das ODP (Open Directory Project) ist wohl der beeindruckenste Webkatalog im Netz. Hier arbeiten Tausende von Editoren in ihrer Freizeit an der Gestaltung eines riesigen Verzeichnisses. Allein dieser hohe personelle Aufwand erklärt die häufige Wiederverwendung der Daten für andere Verzeichnisdienste.
dmoz ODP – Webkatalog
Seit heute ist der Autor wieder dabei – nach fast vier Jahren zurück als Editor bei DMOZ. Erstaunlich dabei: die zu bearbeitenden Kategorien sind in gutem Zustand.
Das dmoz ODP ist aus mehreren Gründen sehr beliebt: es ist sehr gut sortiert, hat einen aktuellen Stand und die Kommentare zu den einzelnen Websites sind üblicherweise überdurschnittlich informativ und wenig von Werbesprüchen behaftet. Dies alles liegt daran, dass dmoz ODP von einer riesigen Gruppe von freischaffenden Editoren betreut wird, die völlig ehrenamtlich stundenlangen Einsatz bringen, um ihren Teil des gesamten Verzeichnisses in einwandfreiem Zustand zu behalten.
Bei der Übernahme einer neuen Kategorie, die bisher nicht oder kaum bearbeitet wurde, findet man normalerweise ein riesige Anzahl von ungeprüfter Submissions vor – die andere Seite von AddURL. Dort, wo für den normalen Benutzer die Anmeldung einer neuen URL am Verzeichnis endet, beginnt für die Editoren die Arbeit. Neu angemeldete Seiten werden geprüft, begutachten und mit einem kurzen Beschreibungstext versehen. Dann wird geprüft, ob der Eintrag auch überhaupt in die angemeldete Kategorie paßt. Falls nein, wird er in einen anderen Bereich verschoben (und wartet dort im Zweifel wochenlang auf seine Weiterbearbeitung, weil diese Kategorie dann keinen Editor hat). Falls der Beitrag paßt, wird er freigegeben und erscheint als Teil des Verzeichnisses.
Recycling in allen Bereichen
Editoren bleiben dabei über Jahre an ihrem Bereich des gesamten Verzeichnisses und vergrößeren ihre Zuständigkeiten nur langsam. So kann man auch nach vier Jahren als Editor in den Bereich Recycling zurückkehren und dort wieder problemfrei weiterarbeiten. Mal schaun, ob es diesmal klappt, die Vorgaben zur ständigen Aktivität als Editor einzuhalten.
Das dmoz ODP sucht noch für zahlreiche Bereiche einen Editor. Wer also etwas Freizeit für die Webgemeinschaft opfern möchte, findet bestimmt ein Themengebiet, dass ohnehin interessant ist und wo man professionell Websiten für die große Schar von Internetusern zugänglich machen kann.
Editor werden beim dmoz ODP
3 Kommentare zu “DMOZ”
GammaGandalf meint:
Dein Beitrag ist wirklich interessant
Und Editor werden noch viel interessanter
Aber noch viel wichtiger ist wie genau wird mann Editor und was muss mann denn eigendlich wissen oder können
GammaGandalf meint:
Hey und ein freundliches Hallo
Gibt es denn niemanden hier der mir diese Frage beantworten kann
Mark meint:
Hallo zurück,
sorry, ich hatte die erste Frage irgendwie nicht ernst genommen, da mein Artikel genau mit dem Link zu ‘Wie werde ich Editor’ endet (und damit alles gesagt sein sollte).
Der Link ist
http://dmoz.org/World/Deutsch/help/become.html
Letztlich sucht man sich eine Gruppe aus, von der man gewisses Know-How hat, schaut ganz unten auf der Seite, ob es bereits einen Editor gibt und wenn nicht, klickt man dort auf ‘Werde Editor’. Dann gibt es ein Formular, ausfüllen, begründen und warten – kann einige Tage dauern. Es ist zu empfehlen, mit sehr kleinen Gruppen (sprich tief in der Verschachtelung) anzufangen, damit man nicht gleich von der Arbeit erschlagen wird. Als Editor kann man über die Foren seine Arbeit vorzeigen und sich weitere Rubriken zuweisen lassen.




